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Soziale Netzwerke als Werbeplattform für gefälschte Arzneimittel und Drogen

In seinem jährlichen Bericht warnt der internationale Drogenüberwachungsrat der Vereinten Nationen (INCB) davor, dass dubiose Versandapotheken aus Indien, China oder auch aus den USA immer häufiger gefälschte Arzneimittel vertreiben und auch vor illegalen Drogen nicht Halt machen. Dabei setzen diese Internetapotheken als Werbe- und Vertriebsplattform verstärkt auf soziale Netzwerke.

Die unabhängige Überwachungsbehörde INBC kommt zu dem Ergebnis, dass ungenehmigte Internetapotheken in immer größerem Masse Webpräsenzen aufbauen, die den Anschein von legalen und seriösen Versandapotheken erwecken, um darüber häufig gefälschte Arzneimittel und auch illegale Drogen zu verkaufen. Indem diese Internetapotheken wie zertifizierte Anbieter aufträten, sei es für vermeintliche Kunden fast unmöglich noch einen Unterschied zwischen seriösen Anbietern und  illegalen Versandapotheken auszumachen. Damit erhöhe sich das Risiko, dass gefährliche Produkte über solche illegalen Internetangebote in Umlauf gebracht würden. Denn nach Angaben der WHO sind über 50 Prozent der Arzneimittel aus solchen Quellen Fälschungen.

Laut Angaben des INBC ist die Nutzung von sozialen Netzwerken und sozialen Plattformen zur Bekanntmachung und Verbreitung der Angebote dieser illegalen Versandapotheken sprunghaft angestiegen. Nahezu 25 Prozent aller versandten Spam-Mails bestünden aus Werbemails für Arzneimittel.

Daher fordert der INBC eine bessere technische Vernetzung der nationalen Behörden, um gezielter gegen die illegalen Internetapotheken über die Ländergrenzen hinweg vorgehen zu können.

Quelle: AR_2011_English.pdf

Die Befürchtungen der Apothekerschaft, dass mit der Freigabe von Medikamenten für den Versandhandel, nicht nur die "besondere Ware" Arzneimittel bagatellisiert würde, sondern dubiose Anbieter und kriminelle Machenschaften die Arzneimittelsicherheit nachhaltig gefährden würden, scheint sich für den gesamten Vorstand des Apothekerverbandes Brandenburg immer mehr zu bestätigen. Der Gesetzgeber ist mit verantwortlich für diese Entwicklung und jetzt in der Verantwortung diese Entwicklung wieder zu stoppen.

 

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