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Apotheker und Apothekenpersonal bilden sich immer intensiver fort

In der Pharmazie wächst das Wissen schnell und die Zahl neuer Wirkstoffe oder wissenschaftlicher Studien nimmt stets zu. Deshalb ist es für Apothekerinnen und Apotheker, sowie dem pharmazeutischen Personal besonders wichtig, den Anschluss an die Entwicklungen nicht zu verlieren. Aus diesem Grunde wachsen von Jahr zu Jahr die Fortbildungszahlen an. So meldete die Bundesapothekerkammer im April 2012 für das vergangene Jahr einen neuen Höchststand.

Der Apothekerverband Brandenburg e. V. und die Landesapothekerkammer Brandenburg organisieren jährlich ein gemeinsames Fortbildungswochenende, welches im Jubiläumsjahr Friedrich des Großen in Berlin-Köpenick vom 20. bis 22. April 2012 stattfand.
Rund 200 Apothekerinnen und Apotheker folgten der Einladung, während der europäischen Impfwoche (21. bis 27. April), sich mit Viren, Bakterien und anderen gesundheitsgefährdenden Erregern auseinander zu setzten. Wie die sogenannte „Schweinegrippe" und die vor etwa einem Jahr durch Darmbakterien verursachte EHEC-Epidemie zeigten, sind diese Krankheitserreger nicht nur eine Bedrohung für den Einzelnen, sondern können explosionsartig ganze Bevölkerungsgruppen befallen. Gleichfalls alles andere als harmlos sind die sogenannten Kinderkrankheiten wie z. B. Masern, Röteln und Windpocken und sollten als Krankheit, besonders im Erwachsenenalter, auf keinen Fall unterschätzt werden.

Besorgniserregend ist mittlerweile die Impfmüdigkeit der Bundesbürger: Drei Viertel von befragten Erwachsenen und Jugendlichen, die nach 1970 geboren wurden, kannten ihren Masern- oder Pneumokokken-Impfstatus nicht oder schätzten ihn als unvollständig ein. Und dabei haben die moderne Pharmazie und Medizin gegen diese Krankheiten eine der wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen: Impfstoffe.

Dass die Verhandlungen mit der AOK Nordost dazu geführt haben, dass der Grippe-Impfstoff im Land Brandenburg auch weiterhin von allen öffentlichen Apotheken vor Ort bereitgestellt werden kann, bewertete der 1. stellvertretender Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg e.V., Frank Fürstenberg, in seinem Vortrag vor den Kolleginnen und Kollegen der Fortbildung „als großen Erfolg für die bewährte flächendeckende Versorgung durch die jeweilige Apotheke".

Weitere Themen an diesem Wochenende waren Antibiotikaresistenzen und welche Möglichkeiten den Apothekern in solchen Fällen zur Verfügung stehen. Zudem wurde die Frage nach Entwicklungsneuheiten und deren therapeutischen Nutzen erörtert.

Darüber hinaus bietet der Apothekerverband Brandenburg e.V. seinen Mitgliedern ganzjährig zahlreiche Fortbildungen an. 

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