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1. Datenspionage im Bundesgesundheitsministerium

Wie in den Medien am 11./12. Dezember berichtet wurde hegte das Bundesgesundheitsministerium bereits seit einiger Zeit den Verdacht, dass es eine undichte Stelle im Ministerium gebe. Seien doch immer wieder Schriftstücke in der Öffentlichkeit aufgetaucht, bevor der Minister selbst diese zu sehen bekam. Daraufhin wurde systematisch nach dem vermeintlichen Datenleck gesucht. Laut öffentlicher Berichterstattung ist für den Datendiebstahl im Gesundheitsministerium ein Mitarbeiter der Firma verantwortlich, die im Ministerium das IT-System betreut und wartet. Dieser Mitarbeiter soll einem sogenannten „Lobbyisten der Apotheker" vertrauliche Daten und Informationen verkauft haben.

Aufgrund der Bezeichnung „Apothekerlobbyist" für den vermeintlichen Käufer, sah sich die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zu einer Stellungnahme veranlasst.
In der Erklärung der ABDA heißt es, die Staatsanwaltschaft habe sich bisher nicht an die ABDA gewandt und die Kenntnisse über die Vorwürfe seien nur aus Medienberichten bekannt. Sachstand sei, dass sie sich nichts zu Schulden habe kommen lassen.
Der designierte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt hat die Mitgliedsorganisationen in einem Schreiben darüber informiert, dass nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine erste Analyse vorgenommen und überprüft wurde, ob Geld der ABDA zur Informationsbeschaffung geflossen sei. Im Ergebnis seien keine ABDA-Mittel verwendet worden, um Informationen aus dem BMG zu kaufen. Eine Arbeitsgruppe, die prüfen soll, ob es zu Verfehlungen einzelner derzeitiger oder ehemaliger Mitarbeiter gekommen sein könnte, sei eingesetzt worden. Der Staatsanwaltschaft sei die Zusammenarbeit angeboten worden.

Der Apothekerverband Brandenburg ist verärgert, dass es vermutlich zu einem Vorgang gekommen ist, der die Berufsorganisationen der Apotheker - selbst wenn sie sich nichts zu Schulden haben kommen lassen - in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Aus diesem Grund wird der Apothekerverband Brandenburg auf einer lückenlosen Aufklärung der Vorgänge - soweit die Dachorganisationen der Apotheker hiervon betroffen sein sollten - bestehen.

Aktuelles

07.06.2017
Tag der Apotheke am 7. Juni 2017
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Der Apothekerverband Brandenburg e.V. (AVB) stellt sich die Frage, welche Interessen die Bundes-SPD mit ihrer Blockadehaltung beim Versandhandelsverbot mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln eigentlich vertritt. Im Verhandlungsmarathon des Koalitions
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Die Dienstbereitschaft einer Notdienst-Apotheke dauert grundsätzlich 24 Stunden. Zu den Feiertagen und in den Weihnachtsferien ist die Erreichbarkeit einer Notdienstapotheke zu Hause oder unterwegs besonders wichtig.
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Die Apothekerinnen und Apotheker begrüßen die gemeinsame Position zum Versandhandelsverbot verschreibungspflichtiger Arzneimittel mit dem Landesverband der Freien Berufe Land Brandenburg e.V.
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In den öffentlichen Apotheken im Land Brandenburg geben die Apothekerinnen und Apotheker immer weniger Antibiotika an ihre Patienten ab: Im Jahr 2015 gut 14 Prozent weniger als noch zehn Jahre zuvor.
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