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6. Der Apothekerverband Brandenburg e.V. plädiert für den Erhalt des pharmazeutischen Instituts an der Universität Leipzig

Zwar wurden zum Wintersemester 2012/2013 neue Studenten am pharmazeutischen Institut immatrikuliert, aber die Hängepartie um die Pharmazie an der Universität Leipzig geht weiter.

Die Hochschule will das Institut schließen, um Sparvorhaben des Freistaates Sachsen und damit die vom Land vorgegebenen Stellenstreichungen zu erfüllen. Das Wissenschaftsressort ist für die Schließung, aber Sozialministerin Christine Clauß (CDU) hat ihr Veto dagegen eingelegt. Sie befürchtet mittelfristig einen Apotheker-Mangel nicht nur in Sachsen. Da es sich bei Pharmazie um einen Staatsexamensstudiengang handelt, müssen beide Ministerien der Schließung zustimmen, nur scheint eine endgültige Lösung noch immer nicht in Sicht.

Der Apothekerverband Brandenburg e.V. plädiert für den Erhalt des pharmazeutischen Instituts an der Universität Leipzig, denn in Brandenburg gibt es keine Universität, die den Studiengang Pharmazie anbietet. Aus diesem Grund ist Brandenburg auf Ausbildungsstätten der umliegenden Bundesländer angewiesen, um auch zukünftig Nachwuchs für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung im Land zu sichern. Bereits jetzt wird es zunehmend schwieriger, einzelne Standorte abseits der Großstädte neu zu besetzen, wenn dort Apotheker in den Ruhestand gehen. Zudem meldet die pharmazeutische Industrie steigenden Bedarf an und immer mehr Studienabsolventen wählen die Berufsmöglichkeiten in der freien Wirtschaft.

Ein weiterer Faktor wird das Nachwuchsproblem in den nächsten Jahren noch verstärken: Mit den Pharmazieingenieuren geht demnächst eine ganze Berufsgruppe in den Ruhestand. Mit dieser ausschließlich in der DDR angebotenen Ausbildung sind Pharmazieingenieure dazu berechtigt, Apothekerinnen und Apotheker zu vertreten und in deren Abwesenheit eine Apotheke zu öffnen. Denn nur wenn ein Apotheker oder als Vertretung ein Pharmazieingenieur anwesend ist, dürfen Medikamente in einer Apotheke abgegeben werden. Je mehr diese Berufsgruppe aus Altersgründen verschwinden wird, umso größer wird in Zukunft der Bedarf an vertretungsberechtigten Apothekerinnen und Apotheker sein.

Aus diesen Gründen hofft der Apothekerverband Brandenburg, dass sich vielleicht doch Lösungen finden lassen, die eine Schließung der Pharmazie in Leipzig abwenden und die qualifizierte Ausbildung von Apothekerinnen und Apotheker in Leipzig für die Zukunft sicherstellt.

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