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Tag der Apotheke: "Erst fragen, dann fahren!"

Die Einnahme von Medikamenten kann das Unfallrisiko im Straßenverkehr nachteilig beeinträchtigen.

  

Jeden Tag besuchen rund 4 Millionen Menschen eine Apotheke und erhalten dort Medikamente. Viele davon sind mit dem Auto oder dem Motorrad unterwegs. Anders als bei Alkohol gibt es bei Medikamenten keine Grenzwerte und jeder Kraftfahrer ist in erster Linie selbst dafür verantwortlich, seine Fahrtüchtigkeit zu beurteilen. Dennoch setzen sich drei von vier Autofahrern auch dann ans Steuer, wenn sie sich nicht fit genug für den Straßenverkehr fühlen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Forsa-Umfrage unter 3.000 Bundesbürgern im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände anlässlich des diesjährigen "Tages der Apotheken" vom 13.06.2013.

Ähnlich sind die Zahlen für Brandenburg. Mehr als jeder zweite befragte Autofahrer in Brandenburg (62 %) ist schon einmal selbst gefahren, obwohl er sich wegen einer Krankheit nicht fit genug gefühlt hat. 20 Prozent der motorisierten Verkehrsteilnehmer aus Brandenburg setzen sich auch dann ans Steuer, wenn sie sich durch Nebenwirkungen eines Medikaments beeinträchtigt fühlen. 

Medikamente - egal ob verschreibungspflichtig oder rezeptfrei - können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Autofahrer sollten sich nicht ans Steuer setzen, wenn ihr Fahrverhalten durch die Nebenwirkungen eines Medikaments ungünstig beeinflusst werden könnte. Etwa jeder dritte motorisierte Verkehrsteilnehmer im Land Brandenburg hat sich nicht darüber informiert, ob die jeweils eingenommenen Medikamente Auswirkungen auf die eigene Fahrsicherheit haben könnten. Gerade das Risiko rezeptfreier Medikamente gegen Erkältungen, Allergien oder Migräne und von Augenmedikamenten wird immer wieder unterschätzt. Anzeichen für eine verminderte Fahrtüchtigkeit können u.a. Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Sehstörungen oder Unruhe sein. 

Werden Medikamente mit Alkohol kombiniert, sind Wechselwirkungen möglich, die sich noch negativer auf die Fahrsicherheit auswirken können. Knapp ein Drittel der im Land Brandenburg befragten Verkehrsteilnehmer ignoriert das: So gaben 28 Prozent der Brandenburger an, schon einmal Medikamente und Alkohol kombiniert zu haben. Bundesweit sind dabei Männer (38 %) noch unvernünftiger als Frauen (25 %). 
Unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten können die Fahrtüchtigkeit stark einschränken und sind nicht immer vorhersehbar. Jeder Autofahrer muss vor Fahrtantritt kritisch prüfen, ob er allen Anforderungen des Straßenverkehrs gewachsen ist. "Nutzen Sie die Kompetenz und die individuelle Beratung in den Apotheken. Damit erhöhen Sie im Straßenverkehr die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und Ihre eigene", rät Olaf Behrendt, 2. Stellvertretender Vorsitzender des Apothekerverbandes Brandenburg.

Um die Risiken durch sensibilisieren und informieren für alle Verkehrsteilnehmer zu minimieren, beteiligte sich auch der ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) an dieser deutschlandweiten Informationskampagne der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände - gemeinsam mit den öffentlichen Apotheken.

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