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13.02.2015

AVB befürwortet Vorhaben von Gesundheitsministerin Diana Golze: Gesundheitskarte für Asylsuchende

Bei der 100-Tage-Bilanz am Montag, den 09.02.2015 sagte Ministerin Diana Golze: „Wir wollen in Brandenburg eine Gesundheitskarte einführen, mit denen Asylsuchende ganz normal zum Arzt gehen können. Gemeinsam mit den Kommunen und den Krankenkassen wollen wir hier eine Lösung finden. Auf eine Regelung vom Bund werden wir nicht warten."

Die ungemein bürokratischen und komplizierten Vorgänge bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen abzubauen, ist aus Sicht des Apothekerverbandes Brandenburg e.V. (AVB) ein gutes, dringendes und notweniges Vorhaben.

Bislang müssen sich Asylbewerber für einen Arztbesuch spezielle Berechtigungsscheine beim jeweils zuständigen Sozialamt der Landkreise und kreisfreien Städte abholen. Das bedeutet für einen kranken Menschen in dieser Situation, vor dem Arztbesuch erstmal einen Gang aufs Amt. Schreibt der behandelnde Arzt dann ein Arzneimittel auf, kann dies nur auf einem Privatrezept verordnet werden. Anders als bei einem Kassenrezept trägt der Patient bei einem Privatrezept die Kosten für die Medikamente erst einmal selbst und erhält, je nach Versicherungslage, später eine Erstattung von der Krankenversicherung. Für kranke Asylsuchende bedeutet eine Privatverordnung also einen erneuten Gang zum Amt. Denn die zuständige Stelle muss vor Abgabe des Arzneimittels die Kostenübernahme bestätigen. Erst dann kann das Medikament in einer Apotheke abgegeben werden.

Bei dieser Versorgungsstruktur im Krankheitsfall sind Probleme und Komplikationen sowohl für die Asylsuchenden, als auch für Ärzte und Apotheker vorprogrammiert.

Antje Brüssow, AVB-Vorstandsmitglied gibt auch zu bedenken: „Wenn Menschen bei uns Asyl suchen, haben sie meist nicht die Sprachkenntnisse um dieses komplexe Verfahren zu verstehen. Deshalb ist es durchaus möglich, dass der Arztbesuch zwar noch wahrgenommen wird, aber dass die notwendigen Medikamente später nicht mehr abgeholt werden. Zudem sind die Wege einfach zu viele und je nach Unterbringungsort auch zu lang und somit für einen kranken Menschen kaum zumutbar."

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