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27.09.2007

Auch Brandenburger Apotheker fordern flexible Lösungen bei Rabattverträgen

Die Folgen der Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen sind eines der zentralen Themen beim Deutschen Apothekertag 2007 in Düsseldorf. "Im kommenden Jahr dürfen sich die Startprobleme der Rabattverträge auf keinen Fall wiederholen", betont Michael Klauß, Geschäftsführer des Apotheker-verbandes Brandenburg anlässlich des Deutschen Apothekertages, der unter dem Motto "Apotheke: Gesundheit in besten Händen" steht.

Die Apotheker im Land Brandenburg fordern eine grundsätzlich bessere Auswahl der Hersteller durch die Krankenkassen. "Es kann nicht sein, dass Millionen Patienten und die Apotheken die Lieferprobleme der Hersteller ausbaden", sagt Michael Klauß. Außerdem müssten die Kassen ihre Versicherten besser über die Rabattverträge und deren Folgen informieren. Klauß verlangt von den Kassen mehr Transparenz bei der Offenlegung der Kostenersparnis der Rabattverträge. Überdies müssten flexible Lösungen gefunden und vereinbart werden, um eine optimale Versorgung der Patienten sicherzustellen. Richtungweisend werde jedoch sein, wie der Übergang von den "Rabattverträgen erster Generation zu denen zweiter Generation" gelingen werde. Die Brandenburger Apotheker sehen nicht im Preis-, sondern im Qualitätswettbewerb den wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Sie setzen verstärkt auf kompetente Beratung und werden bei der Präventionspolitik aktiv mitarbeiten.
Michael Klauß sagt: "Das rote Apotheken-A steht als Symbol für unabhängige Beratung."

Auf die Unterstützung der Bundesregierung setzen die Brandenburger Apothekerinnen und Apotheker bei ihrem Kampf für den Erhalt der unabhängigen und wohnortnahen Arzneimittelversorgung: "Die Aussagen der Regierung sind sehr klar und eindeutig. Es besteht kein politischer Handlungsbedarf, auch wenn dies börsennotierte Kreise herbeireden wollen", führt Klauß aus. Gefährlich sei "unnötiger vorauseilender Gehorsam" - insbesondere mit Blick auf dann mögliche vertikale Konzentrationsprozesse. "Das sind Konzerninteressen, keine Patienteninteressen. Da machen die Apotheker im Land Brandenburg nicht mit", so Klauß weiter. Er verweist darauf, dass europaweit von den rund 150.000 Apotheken nur gut 15.000 in der Hand von Ketten-Konzernen seien. Das Beispiel Norwegen zeige, welche dramatischen Auswirkungen eine Liberalisierung auf den Arzneimittelmarkt habe. Nach Auffassung des Geschäftsführers des Apothekerverbandes Brandenburg sichert "nicht die Abhängigkeit, sondern die Unabhängigkeit der Apotheken die Versorgung der Versicherten".

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Kontakt:

Apothekerverband Brandenburg
Michael Klauß, Geschäftsführer
Tel: 0171-450 30 73 (vom 27.-29.09.07)

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