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12.04.2010

Neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel Krankenkassen sammeln Geld von Versicherten über Apotheken ein

Pressemitteilung
Neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel
Krankenkassen sammeln Geld von Versicherten über Apotheken ein

Potsdam, den 12. April 2010
Seit Monatsbeginn gelten neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel, die gesetzlich versicherte Patienten von ihren Krankenkassen erstattet bekommen. Anlass dafür ist die Anpassung von Festbeträgen (Erstattungshöchstbeträgen). Darauf macht der Apothekerverband Brandenburg aufmerksam.
Laut dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurden 84 Festbetragsgruppen zum 1. April 2010 angepasst. In 43 von diesen 84 Gruppen wurden zugleich Zuzahlungsbefreiungsgrenzen festgelegt.
Gesetzlich krankenversicherte Patienten müssen dann keine Zuzahlung leisten, wenn
der Pharmahersteller diese Zuzahlungsbefreiungsgrenze - typischerweise 30 Prozent
unter dem Festbetrag - tatsächlich unterschreitet. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln müssen Patienten ansonsten 10 Prozent des Arzneimittelpreises zuzahlen. Mindestens
müssen es 5 Euro, höchstens dürfen es 10 Euro sein. Die Zuzahlung ist immer begrenzt auf die tatsächlichen Kosten des Medikaments. Die Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlung für die Kassen einzusammeln und an diese weiterzuleiten.
Im Gegensatz zur Festbetragsregelung gilt eine andere Art der Zuzahlungsbefreiung nur für die Versicherten bestimmter gesetzlicher Krankenkassen: Jede Kasse kann nach Abschluss eines Rabattvertrages ihre Versicherten zur Hälfte (50 Prozent) oder komplett (100 Prozent) von der Zuzahlung zu den betroffenen Präparaten befreien. Da die AOK, die TK und andere Kassen zum 1. April neue Rabattverträge in Kraft gesetzt haben, kann sich auch hierbei die Zuzahlungshöhe ändern. Der Apotheker erkennt anhand seines Computerprogramms, ob ein Präparat zuzahlungsfrei ist oder nicht.
„Patienten sollten aber daran denken, dass sie ab einer festgelegten Belastungsgrenze ohnehin von Zuzahlungen befreit sind.", sagt Michael Klauß, Geschäftsführer des Apothekerverbandes Brandenburg. Er weist darauf hin, dass Patienten nur bis zu zwei Prozent ihres Brutto-Haushaltseinkommens (chronisch Kranke nur ein Prozent) für Zuzahlungen zu Arzneimitteln oder auch die Praxisgebühr aufwenden müssen.
Eine Liste mit allen zuzahlungsfreien Arzneimitteln ist auf www.aponet.de zu finden.

 

Kontakt:
Apothekerverband Brandenburg
Michael Klauß, Geschäftsführer
Apothekerhaus Brandenburg
Am Buchhorst 18
14482 Potsdam
Tel: 0331/888 650
Email: klauss@avb-brb.de

 

 

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