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17.06.2010

Tag der Apotheke 2010: Start der Nachwuchsoffensive auch in allen Apotheken im Land Brandenburg


Pressemitteilung

Tag der Apotheke 2010: Start der Nachwuchsoffensive auch in
allen Apotheken im Land Brandenburg

Potsdam, den 17. Juni 2010 - Der Tag der Apotheke 2010 findet bundesweit am 17. Juni statt. Er ist der Starttermin für eine Nachwuchsoffensive, die auf den derzeitigen und prognostizierten Arbeitskräftebedarf in den öffentlichen Apotheken aufmerksam macht. Dabei geht es beispielsweise um Fragen, wie ein Pharmaziestudium abläuft oder welche Jobs man in der Apotheke ergreifen kann. Zielgruppe dieser Nachwuchsoffensive sind Schülerinnen und Schüler, die insbesondere im Internet und in „sozialen Netzwerken" angesprochen werden. Die Web-Plattform wird zum Tag der Apotheke bekannt gemacht; die Nachwuchsoffensive soll dann an Fahrt aufnehmen und auch 2011 fortgesetzt werden.

Deutschlands Apothekenleiter und -mitarbeiter rechnen damit, dass in den kommenden Jahren qualifizierte Arbeitskräfte fehlen werden. Drei von vier Inhabern und zwei von drei Angestellten gehen davon aus, dass es zu einem Mangel an Approbierten kommen wird. Rund 40 Prozent rechnen damit, dass nicht mehr alle freien PTA-Stellen (Pharmazeutisch-technische Angestellte) besetzt werden können. Nur bei den PKA-Stellen (Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte) erwartet die Mehrheit der Branche keine Engpässe

Im Flächenland Brandenburg zeichnet sich zunehmend ein Apothekermangel ab. „Im Augenblick ist die Bevölkerung noch gut versorgt, aber der Verkauf von Apotheken ist schon heute sehr schwierig", sagt Michael Klauß, Geschäftsführer des Apotheker-verbandes Brandenburg. Vor allem östlich von Berlin sei zudem die Bereitschaft, sich niederzulassen, sehr niedrig. Apothekerverband und Landesapothekerkammer hoffen, mit einem brandenburgischen Universitätsstandort für Pharmazie dem Nachwuchsmangel entgegenwirken zu können.

Bremen und Brandenburg sind die einzigen Bundesländer, deren Universitäten keinen Pharmazie-Studiengang anbieten. Durch die Schließung des Fachbereichs Pharmazie an der Humboldt-Universität (HU) im Jahr 2002 kann das Pharma-ziestudium nur noch an der Freien Universität (FU) absolviert werden. Aufgrund des langjährigen Doppel-angebots in Berlin sah die brandenburgische Landes-regierung in der Vergangenheit offenbar keinen Bedarf für ein eigenes Angebot.

Da die FU in den letzten Jahren immer weniger und im vergangenen Wintersemester aufgrund unbesetzter Professorenstellen nur noch knapp 70 Studienplätze anbot, ist die Zahl der Studienanfänger in den vergangenen Jahren in Berlin allerdings konti-nuierlich gesunken. Ende der 80er Jahre fingen an FU und HU zusammen insgesamt 180 Studenten pro Semester ein Pharmaziestudium an. Wenn Nachfolger für die aktuell unbesetzten Professorenstellen gefunden sind, soll die Zahl der Studenten an der FU pro Semester wieder auf immerhin 90 steigen. An Bewerbern mangelt es nicht: Mehr als 580 Bewerbungen hatte die Berliner Universität vorliegen.

Ausreichend Interessenten für einen zweiten Studiengang in der Region wären somit vorhanden. Ob es jedoch dazu kommen wird, hängt letztlich von den finanziellen Ressourcen des Landes Brandenburg ab.


Als Standorte kämen die Universitäten Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam in Frage. Potsdam dürfte die besten Chancen haben, da alle Pharmazie-relevanten Natur-wissenschaften angeboten werden und auch Kooperationen mit den umliegenden außeruniversitären Instituten denkbar sind.

 


Kontakt:
Apothekerverband Brandenburg
Michael Klauß, Geschäftsführer
Apothekerhaus Brandenburg
Am Buchhorst 18
14482 Potsdam
Tel: 0331/888 650
Email: klauss@avb-brb.de

 

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