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13.01.2012

Teilweise neue Zuzahlungen für Arzneimittel

Potsdam. Für Patienten, die in einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, gelten seit Jahresbeginn teilweise neue Zuzahlungsbeträge für Arzneimittel. Die Neuberechnung der Zuzahlungen wurde notwendig, weil der Gesetzgeber mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) aus dem Jahr 2010 eine Änderung des Großhandelszuschlags und damit des Arzneimittelpreises in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) zum 01. Januar 2012 beschlossen hat.

Generell sind die Apotheken vom Gesetzgeber verpflichtet für zuzahlungspflichtige Arzneimittel die entsprechende Zuzahlung von den Versicherten zu erheben und an die Krankenkassen weiterzuleiten. Ist auf dem Rezept kein Befreiungsvermerk eingetragen oder liegt keine Befreiungsbescheinigung vor, beträgt die Zuzahlung 10 Prozent des Arzneimittelpreises: Mindestens sind es 5 Euro und höchstens 10 Euro. Es sind jedoch nie mehr als die eigentlichen Kosten des Medikaments vom Patienten zu entrichten. In einigen Fällen gibt es zu den zuzahlungspflichtigen Medikamenten auch eine zuzahlungsfreie Alternative. Bei der Auswahl des entsprechenden Arzneimittels beraten die Apothekerinnen und Apotheker gerne weiter.

Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind grundsätzlich von der Zuzahlung befreit.

Trotz der Neuberechnung der Zuzahlungen ist die bestehende Belastungsgrenze von 2 Prozent des Jahresbruttoeinkommens (1 Prozent bei chronisch kranken Patienten) unverändert. Wird diese Belastungsgrenze erreicht, können Versicherte bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse beantragen, sich von der Zuzahlung befreien zu lassen. Auch hier bieten die Apotheken Unterstützung an, indem Quittungen über Zuzahlungen ausgestellt, in ein Sammelheft eingetragen werden oder - bei Kundenkarten - Sammelquittungen ausgedruckt werden können.

Der Apothekerverband Brandenburg weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Bescheinigungen über Zuzahlungsbefreiungen zum Kalenderjahr 2011 ausgelaufen sind und für das Jahr 2012 neu bei der jeweiligen Krankenkasse zu beantragen sind. Erfahrungsgemäß bieten einige Krankenkassen ihren Versicherten einen Antrag für das Folgejahr an.

Weitere Informationen unter www.avb-brb.de und www.aponet.de
 


AVB-Pressesprecher

Thomas Baumgart

Telefon 01523 3885705 (0331 888 650) 

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