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02.07.2012

Neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel und neue Rabattverträge

Für alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) gelten seit dem 01. Juli 2012 geänderte Festbeträge für Arzneimittel und somit neue Grenzen für die Zuzahlung bei Arzneimitteln. Zusätzlich traten bei der KKH Allianz zum 01. Juli 2012 für mehr als 60 Wirkstoffe neue Rabattverträge in Kraft. Von diesen neuen Rabattverträgen sind bundesweit etwa 1,8 Mio. Versicherte betroffen.

„Für die Patienten sind diese ständigen Änderungen bei den Festbeträgen und bei den Rabattverträgen einfach nicht mehr nachvollziehbar. Viele Patienten müssen dann wieder auf Medikamente anderer Hersteller umgestellt werden und Änderungen bei den Zuzahlungen verunsichert und verärgert die Patienten zusätzlich", so Andrea Lorenz, Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg e.V.. „Dies kann durchaus die Therapiesicherheit beeinträchtigen, wenn die Patienten ihre Medikamente nicht mehr regelmäßig nehmen. Aber wir in den Apotheken vor Ort, helfen mit Beratung und unserem pharmazeutischen Wissen, nicht nur die Verunsicherung der Patienten zu beheben, sondern auch bei der Auswahl der entsprechenden Medikamente."

Der Anteil der zuzahlungsfreien Arzneimittel, deren Preis mindestens 30 Prozent unter dem so genannten Festbetrag liegt, ist zum 01. Juli auf 12,9 Prozent gesunken (4.215 von 32.579 Arzneimitteln). Vor einem Monat hatte der Zuzahlungsbefreiungsanteil noch bei 17,6 Prozent gelegen, vor einem Jahr sogar noch bei 18,5 Prozent. Diese Zahlen meldete die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) am heutigen Tag. Zum 1. Juli hatten die Kassen auch die Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für 12 der 13 abgesenkten Festbeträge angepasst, darunter für Blutdrucksenker, Herzpräparate und Magenmittel. Laut GKV-Spitzenverband wollen die Kassen dadurch 260 Mio. Euro pro Jahr sparen.
Die jeweils aktuelle Zuzahlungsbefreiungsliste ist auf www.aponet.de zu finden.

Das Rabattkarussell dreht sich auch in den nächsten Monaten weiter: Für die 800.000 Versicherten der Deutschen BKK wurden nach eigenen Angaben 136 Wirkstoffe als Rabattarzneimittel zum 01. Juli ausgeschrieben. Die Barmer GEK mit ihren 8,6 Mio. Versicherten folgt mit Rabattverträgen für mehr als 60 Wirkstoffen, die zum 01. August in Kraft treten.

„Sollten Patienten durch diese vielen Veränderungen bei den Arzneimitteln verunsichert sein, so ist es am Besten, wenn sich diese, in ihrer Apotheke vor Ort, über pharmazeutische Fragen informieren und beraten lassen", empfiehlt Karen Setz, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Brandenburg.

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