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05.09.2012

Apotheken informieren – mit Fakten gegen Vorurteile - auch bei der Honorardiskussion

Gemeinsame Pressemitteilung von Landesapothekerkammer Baden-Württemberg und Apothekerverband Brandenburg e.V.

Anfang diesen Jahres startete die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg eine Informationskampagne, um bestehende Vorurteile anschaulich und transparent zu entkräften. Zu diesen Vorurteilen zählen Meinungen: Dass es zu viele Apotheken gebe und diese auch noch zu teuer wären. Dass eine Ausdünnung der Apotheken vor Ort zu einer Kostenersparnis im Gesundheitswesen beitragen würde und das Internet die bessere Alternative sein könnte, denn der Apotheker handele sowieso nur als Kaufmann.

Diesem „Schubladen-Denken" begegnet nun auch der Apothekerverband Brandenburg mit Information und Aufklärung und startet mit seinen Mitgliedern die Kampagne: Apotheken informieren.

„Wir freuen uns darüber, dass der Apothekerverband Brandenburg mit seinen Mitgliedern unsere Kampagne übernimmt", so der Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg, Dr. Günther Hanke, „denn das bestätigt unser Anliegen, mit Information und Transparenz die Leistung der Apothekerinnen und Apotheker als Heilberufler darzustellen und gezielt über bestehende Vorurteile aufzuklären."

Die Kampagne versteht sich als Anregung zum Nachdenken und als Anstoß zum Dialog mit den vielen Menschen, die täglich in die Apotheken kommen und die Anliegen und Positionen der Apothekerinnen und Apotheker nicht nachvollziehen können. Ziel der Kampagne ist es, einen Dialog zwischen Patient und Apotheker anzustoßen, der durch Information, Transparenz und Aufklärung erreicht werden soll.

„Es gibt zu viele Apotheken", sagen die einen. „Apotheken sind zu teuer", behaupten die anderen.

Diese, oder ähnlich formulierte Aussagen finden sich auch immer wieder in der aktuellen Diskussion um die Erhöhung des Apotheken-Honorars. Aber diese Argumente werden auch nicht richtiger durch ständige Wiederholung. Mit Plakaten und Handzetteln informiert die Kampagne mit einfachen und verständlichen Fakten, wie sich die Kosten von Medikamenten zusammensetzen und hinterfragt die Auffassung, dass weniger Apotheken Vorteile für die Versicherten mit sich bringen würde.

Denn besonders häufig werden die Apothekerinnen und Apotheker mit dem Vorwurf konfrontiert, dass die Anzahl der Apotheken zu hoch sei. Dabei wird aber unterschlagen, dass weniger Apotheken auch zu weniger Vor-Ort Apotheken führt und somit die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln gefährdet ist.

„In erster Linie sind wir Heilberufler und unsere Beratung und unser Dienstleistungsangebot ist darauf ausgerichtet. Aber die Apotheker müssen sich auch um die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens sorgen. Und das ist unser Dilemma, dass wir zumeist als Kaufmann gesehen und daran gemessen werden. Dieses Dilemma hoffen wir aufbrechen zu können mit dieser Kampagne", so Dr. Andrea Lorenz, Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg.

Ausführliche Informationen und sämtliche Themen der Kampagne finden Sie auch auf der Internetseite www.apotheken-informieren.de .

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