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11.06.2013

Tag der Apotheke am Donnerstag, den 13. Juni 2013

Am Donnerstag den, 13. Juni findet in diesem Jahr der bundesweite Tag der Apotheke statt und thematisiert den Einfluss von Medikamenten im Straßenverkehr. Das Motto: Erst fragen, dann fahren! ist schon fast Programm, denn viele motorisierte Verkehrsteilnehmer und auch Radfahrer unterschätzen die möglichen Gefahren von Arzneimitteln im Straßenverkehr.

Am Tag der Apotheke informieren die Apothekerinnen und Apotheker sowie das pharmazeutische Fachpersonal in den brandenburgischen Apotheken konkret und gezielt über Auswirkungen von Medikamenten auf die Fahrsicherheit. 

„Arzneimittel können die Verkehrssicherheit nachhaltig beeinträchtigen – darauf möchten wir aufmerksam machen“, erläutert Olaf Behrendt, 2. Stellvertretender Vorsitzender des Apothekerverbandes Brandenburg. „Aber man muss auch festhalten, dass vielen Menschen die Teilhabe am Straßenverkehr erst wieder durch Medikamente ermöglicht wird.“

Dank Arzneimitteln können so zum Beispiel Diabetiker, Allergiker, chronische Schmerzpatienten, aber auch Epileptiker wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen. Dabei müssen Epileptiker eine gewisse anfallsfreie Zeit und auch eine erfolgreiche Arzneimitteltherapie nachweisen. Doch auch rezeptfreie Präparate für die Selbstmedikation können die Fahrtüchtigkeit beeinflussen oder sogar vermindern. So können bestimmte Arzneistoffe in Hustenstillern zu Müdigkeit führen und die Reaktionsfähigkeit verringern. Auch manche Schlaftabletten wirken bis zu zwölf Stunden. Und wer diese erst sehr spät nachts einnimmt, um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu finden, ist morgens im Berufsverkehr noch nicht wieder fahrtüchtig.

„Deshalb möchten wir mit dieser Aktion alle, die Medikamente einnehmen, für diese Thematik sensibilisieren“, so Olaf Behrendt, „denn Medikamente einnehmen und am Straßenverkehr teilnehmen, kann Risiken bergen. Und eine Beratung in den Apotheken vor Ort kann dabei Sicherheit bieten, wenn es um die Frage geht, ob Auto oder Motorrad trotz Arzneimittel noch gefahrlos genutzt werden können.“

Und allzu leichtfertig gehen medikamentierte Fahrzeugfahrer mit Arzneimitteln am Steuer um, sei es aus Unwissenheit oder weil die Gefahren einfach unterschätzt werden. Anders als bei Alkohol am Steuer gibt es für Medikamente keine Grenzwerte oder Verbote. Jeder Verkehrsteilnehmer beurteilt und verantwortet selbst, inwieweit die eigene Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt oder vorhanden ist. Aber wer einen Unfall unter Medikamenteneinfluss verursacht, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Aus diesem Grund beteiligt sich auch der ADAC an dieser deutschlandweiten Informationskampagne der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände gemeinsam mit den öffentlichen Apotheken.

„Nutzen Sie die Kompetenz und die individuelle Beratung in den Apotheken, damit erhöhen Sie im Straßenverkehr die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und Ihre eigene“, rät Olaf Behrendt.
 
Foto: ABDA 

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