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08.08.2014

Wohin mit Medikamentenresten?

Wie heute die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, haben niederländische Forscher Arzneimittelrückstände im Wasser untersucht und sind dabei auf beachtliche Konzentrationen des Wirkstoffs Sildenafil gestoßen. Der Nachweis hoher Arzneimittelrückstände im Wasser lässt vermuten, dass noch immer ein Großteil von unverbrauchten Medikamenten über Waschbecken oder Toiletten in den Wasserkreislauf gelangt.

Aus diesem Anlass möchten Landesapothekerkammer und Apothekerverband Brandenburg nochmals gemeinsam auf die richtige Entsorgung von Medikamentenresten hinweisen:

Nicht mehr benötigte oder verfallene Arzneimittel gehören in den Hausmüll. Das gilt auch für flüssige Arzneimittel, wie z.B. Hustensäfte. In einer Umfrage gab rund die Hälfte der Bundesbürger an, Flüssigarzneimittel über die Toilette oder die Spüle zu entsorgen. Das kann aber auf Dauer die Wasserqualität und damit auch die Umwelt beeinträchtigen. Eine mögliche Gewässerbelastung kann aber nicht nur durch falsches Entsorgen, sondern durch andere unvermeidbare Verschmutzungswege verursacht werden. Als Folge der Arzneimitteleinnahme können im Körper nicht abgebaute Reste über den Urin ausgeschieden werden. Auch auf die Haut aufgebrachte Arzneimittelstoffe können beim Duschen oder Baden in Spuren ins Abwasser gelangen.

Richtig entsorgt werden Arzneimittelreste über den Hausmüll oder bei größeren Mengen über Schadstoffsammelstellen. Durch das Verbrennen in Müllverbrennungsanlagen ist die Belastung von Grundwasser und Gewässern dann ausgeschlossen. Besonderer Umgang ist bei Spritzen zu beachten, denn hier gilt es eine Verletzungsgefahr für andere auszuschließen. Dafür gibt es spezielle Plastikbehälter, in denen verbrauchte Spritzen gesammelt und dann entsorgt werden können.

Als freiwilligen Service bieten manche Apotheken vor Ort die Rücknahme von Alt-Medikamenten an. Dort werden zurückgegebene Medikamente meist gesammelt und auch über den Hausmüll entsorgt oder turnusmäßig in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen vernichtet. Da diese Entsorgungswege für die Apothekeninhaber kostenpflichtig sind und eine reine Serviceleistung darstellt, sollten sich die Patienten vor dem Mitbringen von Restmedikamenten in ihrer Apotheke nach dieser Dienstleistung erkundigen.

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