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17.11.2014

Apotheker informieren: Was ist bei Antibiotika zu beachten?!

Immer wieder ist zu lesen, dass Antibiotika langfristig Gefahr laufen ihre Wirksamkeit zu verlieren. Meist wird in diesem Zusammenhang über Infektionen berichtet, die durch resistente Bakterien verursacht sind, bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken. Allerdings kann jeder Patient dazu beitragen, dass Antibiotika auch weiterhin wirksam bleiben. Mit einem verantwortungsvollen Umgang mit diesen Arzneimitteln ist es für jeden Patienten möglich einen Beitrag zur Vermeidung von Resistenzen zu leisten.

Der Europäische Antibiotikatag am 18. November 2014 bietet auch für die Brandenburger Apothekerinnen und Apotheker eine gute Gelegenheit auf die richtige Anwendung und Verwendung von Antibiotika hinzuweisen. In einem Flyer der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sind 7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika zusammengefasst. Diese Tipps zu beachten unterstützt nicht nur die eigene Genesung, sondern sie bieten auch einfache Hinweise wie Antibiotikaresistenzen verringert werden können.
  1. Antibiotika werden ausschließlich nach ärztlicher Verordnung angewendet.
  2. Antibiotika sind genau solange und in der vom Arzt vorgesehenen Dosierung einzunehmen.
  3. Informieren Sie sich bei Ihren Apothekerinnen und Apothekern vor Ort über Wechsel-wirkungen und Einnahmehinweise: Einige Antibiotika werden durch Kalzium in ihrer Wirkung gestört. Diese sollten deshalb nicht mit Milch oder kalziumreichen Mineralwasser eingenommen werden, sondern idealerweise mit einem großen Glas Wasser.
  4. Reste von Antibiotika sollten nicht aufgehoben oder von Patienten bei der nächsten Infektion auf eigene Faust eingenommen werden.
  5. Ärztlich verordnete Antibiotika dürfen nicht an andere Patienten weitergegeben werden.
  6. Antibiotika sind über den Hausmüll und nicht über die Toilette oder das Waschbecken zu entsorgen. Die Entsorgung von Antibiotika über das Abwasser verbreitet die Substanzen in die Umwelt und fördert so die Entstehung von Resistenzen.
  7. Viele Infektionen können durch einfache Hygienemaßnahmen vermieden werden. Empfehlenswert sind auch vorbeugende Maßnahmen wie eine Grippeimpfung.
Die Apothekerinnen und Apotheker mit ihrem pharmazeutischen Fachpersonal in Ihrer Apotheke vor Ort helfen bei Fragen gerne weiter.

Bildquelle: ABDA (Mit Quellenangabe im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zum Abdruck frei.)

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