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Newsletter 3-2011

AVB: Vergütung der Apotheken an Kostensteigerung anpassen

Potsdam. Der Apothekerverband Brandenburg (AVB) unterstützt die Forderung des am Donnerstag (06.10.2011) in Düsseldorf eröffneten Deutschen Apothekertages nach einer

Dr. Andrea Lorenz
  Dr. Andrea Lorenz

Umstellung der Apothekenvergütung. Das Honorar müsse in der Arzneimittelpreisverordnung neu geregelt und jährlich angepasst werden. Mit der Dynamisierung des bisherigen Fixbetrages sollen die steigenden Kosten der Apotheken ausgeglichen werden, erklärt die AVB-Vorsitzende Dr. Andrea Lorenz. Zudem sollen die Apotheker ab 2012 den an die Krankenkassen zu zahlenden Abschlag wieder frei mit den Krankenkassen verhandeln. „Die Selbstverwaltung soll diese Aufgabe wieder übernehmen und die Staatswillkür an dieser Stelle beenden", so Lorenz. Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz hatte die schwarz-gelbe Regierung 2010 den Zwangsrabatt der Apotheken für die Krankenkassen für dieses und das kommende Jahr auf 2,05 Euro festgeschrieben und die Apotheken damit über Gebühr belastet.

Im Rahmen ihrer Forderungen nach einer gerechteren Honorierung machen die Apotheker auch auf kostenintensive Pflichtleistungen wie den Nacht- und Notdienst aufmerksam. "Die Nacht- und Notdienstgebühr ist eher ein symbolischer Anerkennungsbeitrag als ein aufwandsgerechtes Honorar", sagte Dr. Lorenz. Auch bei der nicht kostendeckenden Vergütung für die Herstellung von Rezepturen und für die Versorgung mit Betäubungsmitteln seien Mischkalkulationen mit dem Honorar für die Abgabe von Fertigarzneimitteln kaum möglich. "Seit 2004 liegt das Apotheken-Honorar bei 8,10 Euro je Packung. Deshalb fordern wir eine gerechte und angemessene Dynamisierung unseres Honorars und eine angemessene Bezahlung der Rezepturherstellung und des Notdienstes, so die AVB-Vorsitzende. "Im Kern geht es um einen apothekenspezifischen Mechanismus, der jährliche Anpassungen vorsieht - entsprechend der Wirtschaftsentwicklung sowie der Entwicklung der Personal- und Sachkosten und anderer Faktoren".

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