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Kassen sparen mit Apotheken

Hatten die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und die Ärzte zuletzt noch einen Rückgang der GKV-Arzneimittelausgaben um nur 0,3 Prozent prognostiziert, sind die effektiven Arzneimittelausgaben im Jahr 2011 um 2,8 Prozent bzw. 800 Mio. Euro auf 27,1 Mrd. Euro gesunken.

Die Ausgaben fallen sogar noch weit geringer aus, zieht man die geschätzten Einsparungen aus den unveröffentlichten Rabattverträgen der Krankenkassen (gemeldet 2010: 1,3 Mrd.) ab, die der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit 1,4 Mrd. Euro berechnete. Zudem werden die Ergebnisse aus den Sparmaßnahmen der Rabattverträge nur mit dem Mehraufwand durch die Apotheken erzielt, denn ohne die Apotheken könnten die Rabattverträge nicht umgesetzt werden.

"Die Krankenkassen geben weniger Geld für Arzneimittel aus - und die Apotheken leisten einen erheblichen Beitrag dazu", sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. "Mit dem erhöhten Zwangsabschlag von 2,05 Euro pro Arzneimittel sind allein im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro direkt an die Krankenkassen zurückgeflossen."

Neben den Arzneimittelausgaben (inkl. Hilfsmittel, Verbandstoffe, Medizinprodukte) sind 2011 auch die Ausgaben für Impfstoffe um 0,1 Prozent von 1,04 auf 1,039 Mrd. Euro gesunken.

Für die Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg, Dr. Andrea Lorenz, zeigen diese Zahlen deutlich, dass die Apothekerinnen und Apotheker in den vergangenen Jahren einen großen finanziellen Anteil geleistet haben und aktiv mitgeholfen haben, das Gesundheitswesen zu entlasten. Aber es sei  jetzt auch an der Zeit, "die gute Arbeit der Apotheken mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen, damit die hohe Qualität der Arzneimittelsicherheit und die bewährte Arzneimittelversorgung weiter gewährleistet werden kann"

 

 

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