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Start der Rufnummer 116 117

Der Apothekerverband Brandenburg e.V. hilft mit seinen Mitgliedern dabei, das im April 2012 gestartete Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) bekannt zu machen. Damit die Rufnummer möglichst schnell verbreitet wird, liegen bei den Apotheken, die Mitglied im Apothekerverband Brandenburg e. V. sind, Broschüren und Rufnummernkärtchen aus.

„Die Apothekerinnen und Apotheker im Land Brandenburg helfen dabei mit die Rufnummer 116 117 bekannt zu machen, denn dann braucht niemand mehr lange nach der richtigen Telefonnummer zu suchen", sagt Andrea Lorenz, Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg e. V.. „Das spart Zeit und sorgt für schnelle Hilfe im Notfall."

Bisher mussten Hilfesuchende in Deutschland genau wissen, welche Rufnummer im Notfall zu wählen war: Deutschlandweit waren mehr als 800 Rufnummern verzeichnet, unter denen der ärztliche Bereitschaftsdienst zu erreichen war. Die KV Brandenburg erinnerte sich an die ehemalige einheitliche Notrufnummer in der DDR und engagierte sich für die Einführung einer bundesweiten zentralen Rufnummer. So entstand ein Projekt, dessen Idee und Entstehung maßgeblich aus Potsdam stammt und sogar europäische Dimensionen bekam. Denn Ziel ist es, dass bald die Rufnummer 116 117 in ganz Europa schnelle Hilfe garantiert, wenn die Arztpraxen geschlossen haben und kein Arzt mehr zu erreichen ist.

Diese Nummer ist für solche Erkrankungsfälle vorgesehen, die man normalerweise von einem niedergelassenen Arzt behandeln lassen würde, bei denen aber wegen akuter Entwicklung oder Verschlechterung, eine schnelle Behandlung notwendig wird. Solche Erkrankungen sind zum Beispiel: Grippe, Fieber oder Erbrechen. Dafür ist der ärztliche Bereitschaftsdienst vorgesehen. Für alle lebensbedrohlichen Fälle wie Ohnmacht, Herzinfarkt, Vergiftungen, akute Blutungen und schwere Unfälle ist nach wie vor der Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 zu informieren. Allerdings sollte beachtet werden, dass in manchen Regionen Deutschlands weitere spezielle Bereitschaftsdienste, wie zum Beispiel der augenärztliche Bereitschaftsdienst, zur Verfügung stehen.

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