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5. Sollen Apothekenbusse zukünftig die Arzneimittelversorgung auf dem Land sicherstellen?

Die Parteizentrale der CDU hatte für den Bundesparteitag im Dezember 2012 einen Leitantrag formuliert, in dem zukünftig die Arzneimittelversorgung der Landbevölkerung mit Hilfe von über Land fahrenden Apothekenbussen sichergestellt werden soll. Solch eine politische Willensbekundung, die bestehenden Versorgungsstrukturen auszuhöhlen, lehnt der Apothekerverband Brandenburg mit Nachdruck ab. 

Der Leitantrag sieht „rollende Verkaufsläden, Apotheken und Banken" (Zeilen 1743f ) als vielversprechende Alternativen zu den bestehenden Strukturen an. Und damit diese mobilen Versorgungsdienste ihre Arbeit aufnehmen können, „müssen die rechtlichen Grundlagen und die Finanzierung gesichert werden. Hemmende Vorschriften müssen konsequent geändert oder gestrichen werden" (Zeilen 1744ff).

Anstatt sich Gedanken über eine neu aufzubauende Versorgungsstruktur zu machen und dafür viel Geld in die Hand zu nehmen und bestehende Gesetzte „konsequent" zu ändern fordert der AVB die vorhandene Infrastruktur zu stützen und Arbeit gebende Betriebe betriebswirtschaftlich sinnvoll mit Geld auszustatten, damit ein Fortbestehen der bereits vorhandenen, funktionierenden und bewährten Strukturen, auf betriebswirtschaftlich gesunder Grundlage, gesichert werden kann.

„Die Apotheken vor Ort sind zudem auch Teil genau der Infrastruktur, die es den Gemeinden ermöglicht, lebenswerten Wohnraum zu bieten, denn die Apotheken sorgen für Arbeitsplätze und Gewerbesteuer", so Dr. Andrea Lorenz, Verbandsvorsitzende des AVB. „Wir hoffen, dass sich bei diesem brisanten Thema jetzt auch die Landespolitik für die Apotheken vor Ort stark macht." 
Dass der Leitantrag am 05. Dezember 2012 auf dem Bundesparteitag in Hannover in dieser Fassung beschlossen wurde, sieht der AVB mit Unbehagen. Denn in den letzten Jahren sind bei dem Versuch die Arzneimittelversorgung zu liberalisieren letztlich Strukturen entstanden, die so keiner haben wollte. Aus diesem Grund hofft der AVB, dass die Politik, bevor es zu weitreichenden Entscheidungen bei einer mobilen Versorgung der Landbevölkerung kommen sollte, intensive Gespräche mit den Organisationen der Apotheker führt, damit nicht wieder alle von den negativen Entwicklung einer solchen Entscheidung überrollt werden.


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