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Zoll stellt wieder große Mengen von gefälschten Arzneimitteln sicher und Wirtschaftsmagazin WISO warnt vor gefälschten Arzneimitteln

Wie das französische Wirtschaftsministerium meldete, hat der französische Zoll am 17. Mai 2013 in Le Havre 1,2 Millionen gefälschte Aspirin sichergestellt. Die Arzneimittelfälschungen ohne Wirkstoff waren in einer Teelieferung aus China versteckt und enthielten nach Angaben der Behörden lediglich Glucose. Damit soll eine der größten jemals in der EU gefundene Lieferung von geschmuggelten Medikamenten aus dem Verkehr gezogen worden sein.

Ein anderer Coup gegen den internationalen Medikamentenschmuggel meldete der deutsche Zoll am 26.06.2013. In Containern mit Polstermöbeln waren 102.000 gefälschte Viagra-Tabletten versteckt und wurden im Hamburger Hafen sichergestellt. Bei einem Teil der Sitzmöbel waren auf dem Röntgenbild Unregelmäßigkeiten zu erkennen, die eine Überprüfung der Ladung notwendig machten. Zutage kamen auf billigste Art zusammengenagelte, bereits verschimmelte Polstermöbel, die neben dem Füllstoff Styropor auch 102.000 Viagra-Tabletten enthielten.

Auch das Wirtschaftsmagazin WISO vom ZDF hat mit einem Beitrag am 01. Juli eindrücklich vor gefälschten Arzneimitteln und illegalen Internet-Versandhändlern gewarnt. Bei einem durchgeführten Testkauf von Potenz- und Schlankheitsmitteln aus dem Internet waren diese Präparate im besten Fall ohne Wirkstoffe und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich. "Man muss schon sagen, dass die Kreativität der Kriminellen und auch gerade der organisierten Krininalität deutlich zugenommen hat", wird in diesem Beitrag zu bedenken gegeben.

Der gesamte Beitrag steht in der Mediathek auf www.zdf.de "Gefährliche Präparate" zur Verfügung.

Der Apothekerverband Brandenburg (AVB) weist deshalb auch mit Blick auf die Ferien- und Reisezeiten darauf hin, dass Privatpersonen nach dem deutschen Arzneimittelrecht über den Postversand grundsätzlich keine Arzneimittel aus dem Nicht-EU-Ausland beziehen dürfen. Urlauber dürfen Medikamente nur in Mengen nach Deutschland einführen, die dem persönlichen Reisebedarf entsprechen. Erlaubt ist der Bezug von in Deutschland zugelassenen Arzneimitteln aus dem Ausland ausschließlich über behördlich registrierte Versandapotheken aus den EU-Mitgliedstaaten, deren Recht dem deutschen entspricht, oder die eine Erlaubnis nach § 11a Apothekengesetz (ApoG) besitzen. Dabei muss der Versand entsprechend den deutschen Vorschriften erfolgen (§ 73 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a Arzneimittelgesetz (AMG)). (Quelle: www.abda.de)

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