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Nacht- und Notdienste der Apotheken endlich finanziell besser abgesichert

Nachdem das Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) bereits den Bundestag ohne Gegenstimme passiert hatte, haben im Bundesrat nun auch die Länder zugestimmt.

Die Finanzierung des flächendeckenden Nacht- und Notdienstes der Apotheken in Deutschland ist somit künftig besser gesichert als bislang. Am 05. Juli ist der Bundesrat dem Beschluss des Bundestages vom 6. Juni gefolgt und stimmte für das Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG). Damit kann das Gesetz am 1. August in Kraft treten und der Nacht- und Notdienstfonds seine Arbeit aufnehmen.

Jede Nacht versorgen rund 1.400 Apotheken etwa 20.000 Patienten. Unter Aufsicht des Bundesgesundheitsministeriums errichtet und verwaltet der Deutsche Apothekerverband (DAV)  den Nacht- und Notdienstfonds, über den jährlich insgesamt etwa 120 Millionen Euro als Pauschale pro Notdienst an die diensthabenden Apotheken ausgezahlt werden. Finanziert wird der Notdienstzuschuss über eine Erhöhung des Festzuschlags pro Packung bei rezeptpflichtigen Medikamenten um 16 Cent auf 8,51 Euro. Die Notdienstgebühr in Höhe von 2,50 Euro pro Inanspruchnahme des Notdienstes bleibt auch nach dem 1. August 2013 erhalten.

Bereits im letzten Jahr hatte die Regierungskoalition 120 Mio. Euro Zuschuss für die Notdienstvergütung zugesagt, um damit die flächendeckende Arzneimittelversorgung der Apothekerinnen und Apotheker an 365 Tagen in ganz Deutschland, die Notdienste des Nachts und an sämtlichen Sonn- und Feiertagen, mit einer Honorarpauschale sicherstellen zu wollen. 

Mit Einführung des ANSG hat der Gesetzgeber die besondere Bedeutung dieser Dienstleistung aber auch die damit verbundenen finanziellen Belastungen für die öffentlichen Apotheken anerkannt.

"Endlich kann die versprochene Notdienstvergütung umgesetzt werden", freut sich AVB-Vorsitzende Dr. Andrea Lorenz. "Das Gesetz ist besonders für Apotheken in ländlichen Gebieten wichtig, denn diese haben im Nachtdienst meist weniger Patienten, müssen aber aufgrund der Apothekendichte viel häufiger Notdienst leisten. Ein pauschaler Zuschuss mindert immerhin die finanzielle Belastung dieser wichtigen aber kostenintensiven Arzneimittelversorgung außerhalb der regulären Öffnungszeiten, die zudem ausschließlich von den öffentlichen Apotheken vor Ort gewährleistet wird."

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